Ulrich Voigt

"Ich bin Mitglied im DPB, weil wir Pso-Menschen eine schlagkräftige Organisation brauchen, die unsere Interessen vertritt."

Warum bin ich Mitglied im DPB geworden?

Ich war und bin der Ansicht, dass es wichtig ist, dass von Psoriasis-Betroffene selbst ihre Interessen im Bereich der Gesundheitspolitik vertreten, sich gegenseitig unterstützen und sich medizinisch fortbilden sollen.

Welche Funktion habe ich im DPB?

Jetzt bin ich Kontaktperson für Gießen-Wetzlar. Wir hatten eine der ersten Regionalgruppen im DPB gegründet. Da war ich ganz am Anfang stellvertretender Regionalgruppenleiter, später Regionalgruppenleiter. Weil unser Grüppchen keine Lust auf Wahlen und andere Formalitäten hatte, haben wir uns zum Kontaktkreis herunterstufen lassen.

Seit wann bin ich im DPB aktiv?

Gleich mit Gründung der Regionalgruppe wurde ich aktiv. Das war etwa 1980.

Warum bin ich aktiv geworden?

Weil der Psoriasis Bund auch im regionalen Umfeld präsent sein sollte.

Was empfinde ich in meiner Funktion als gut?

Ich finde gut, dass ich viele Kontakte zu Mitbetroffenen habe. Die sind wichtig für mich. Man trifft immer nette Leute. Und die Fortbildungsmaßnahmen für Regionalgruppenleiter und Kontaktpersonen sind prima.

Was mag ich nicht?

Ich mag es gar nicht, wenn ein Anrufer von mir den Zugang zur ultimativen Therapie erwartet. Manche Leute meinen, es gibt jetzt die Superpille gegen Psoriasis. Sie haben da etwas im Internet oder sonst wo gelesen. Es macht überhaupt keinen Spaß, mit ihnen zu telefonieren.

Was war ein besonders schönes Erlebnis als DPB-Ehrenamtler?

Unvergesslich für mich war die Fortbildung am Toten Meer in Jordanien 2008. Die war wirklich spitze. Gerade habe ich wieder mal die Erinnerungsfotos herausgeholt. Häufig waren und sind Fortbildungen und Einladungen im Rahmen meines DPB-Ehrenamts schöne Erlebnisse für mich.

Was wünsche ich mir vom DPB?

Ich wünsche mir die Unterstützung von Regionalgruppen und Kontaktkreisen in jeder Hinsicht. Unser Kreis braucht zwarb keine finanzielle Unterstützung, aber diejenigen, die sie benötigen, sollten sie auch bekommen. Und wer eine Aktion startet, sollte logistische Unterstützung erhalten. Darüber hinaus ist es wichtig, dass der DPB sich weiterhin für Menschen mit Psoriasis im gesundheitspolitischen Bereich einsetzt.

Was erwarte ich von der Gesundheitspolitik?

Eigentlich nicht viel. Auch die schwarzrote Regierung wird weiter von der Pharmalobby beeinflusst bleiben. Ich kann es mir nicht anders vorstellen.

Wie geht es mir heute gesundheitlich?

Für das Winterhalbjahr geht es mir ausgesprochen gut. Das betrifft sowohl die Haut als auch die Gelenke. Ich brauche gar keinen Dermatologen mehr. Mein Rheumatologe hat mir MTX verschrieben und zusätzlich noch Leflunomid. Biologics hatte ich auch einige ausprobiert. Aber die waren nicht wirklich ein Erfolg bei mir. Jetzt bin ich seit zweieinhalb Monaten erscheinungsfrei. Auch nach so vielen Jahren gibt es noch immer Überraschungen.

Welche Grenzen setze ich mir?

Ich habe keine Antwort auf diese Frage. Ich stoße momentan an keine Grenzen.

Interview entnommen aus PSO Magazin 1/2014